Retten - Löschen - Bergen - Schützen

... An Wochentagen von 6 Uhr bis 18 Uhr wird der Löschzug Tag alarmiert. Grund dafür ist, dass ein Teil der Feuerwehrmänner dieses Löschzuges bei der Stadt Sinsheim angestellt sind. Ein problemloses Verlassen des Arbeitsplatzes, eine kurze Entfernung bis zum Feuerwehrgerätehaus und somit eine schnelle Ausrückzeit im Einsatzfall ist hiermit problemlos gewährleistet. Ebenso kann jeder Feuerwehrangehörige auf seinem Piepser den Tagalarm aktiv schalten wenn er Urlaub hat oder durch Schichtarbeit zuhause ist. Somit sind an Wochentagen untertags 20 Kameraden / Kameradinnen für das Stadtgebiet Sinsheim und die Ortschaften auf Abruf bereit. Bei bestimmten Alarmstichworten z.B. Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, Wohnhausbrand, usw) wird Gesamtalarm Brand 3/ Hilfe 3 ausgelöst. Somit werden alle Piepser von Löschzug 1, 2 und 3 alarmiert. Somit können auch die Feuerwehrleute die in Sinsheim und Umgebung arbeiten und Ihre Arbeitsstelle verlassen können zum Einsatz kommen. Desweiteren haben wir noch die Möglichkeit Gesamtalarm ( Brand 4 ) zu geben. Dies tritt dann in Kraft wenn es sich um einen bestätigten Grossbrand oder Industriebrand handelt. Hier kommt dann jeder Feuerwehrmann zum Einsatz der von der Arbeit weg kann, auch wenn er nicht in Sinsheim arbeitet.

Zwischen 18 Uhr und 6 Uhr sowie am Wochenende hat einer der ersten 3 Löschzüge Bereitschaft. Die Löschzüge 1,2 und 3 rotieren im Dienstplan. Nach einer Woche Rufbereitschaft folgen eine Woche Pause, darauf eine Woche Nachalarmierung. Dann beginnt der Rhythmus wieder mit einer Woche Rufbereitschaft. Werden bei einem Einsatz mehr Einsatzkräfte benötigt als über die Löschzugalarmierung mobilisiert wurden konnten, wird entweder ein zusätzlicher Löschzug nachalarmiert oder je nach Personalanforderung die beiden restlichen Löschzüge.

Bei kleineren Einsätzen sowie bei Einsätzen in den Ortsteilen wird nicht der diensthabende Löschzug komplett alarmiert sondern nur der "Kleinalarm". Dies sind bei jedem Löschzug 10 Kameraden, die meist einen LKW Führerschein haben, Drehleitermaschinisten sind oder die Qualifikation zum Gruppen- oder Zugführer haben, sodass sie flexibel eingesetzt werden können.

Zusätzlich ist seit April 2013 eine sogenannte Sonderfahrzeuge Alarmierung auf jedem Löschzug organisiert worden. Hier sind jeweils vier Einsatzkräfte verfügbar. Diese Sonderfahrzeuge Alarmierung erfolgt meist bei Überlandhilfe oder wenn in den Abteilungen bei nicht zeitkritischen Einsätzen,  ein sogenanntes "Sonderfahrzeug" von der Feuerwehr Sinsheim zur Unterstützung benötigt wird.

Bei Großschadensereignissen können die Abteilungsfeuerwehren mitalarmiert werden sowie die beiden weiteren Feuerwehren aus dem Unterkreis Sinsheim (Angelbachtal und Zuzenhausen) oder natürlich nahe liegende Feuerwehren wie Waibstadt oder Meckesheim.

Der LZ 4 stellt die „Notfallreserve“ dar. Ihm sind Feuerwehrangehörige zugeteilt, die beispielsweise weit außerhalb des Sinsheimer Stadtgebietes wohnen, ältere Feuerwehranghörige oder Kameraden, die auf eigenen Wunsch (beruflich, familiär, gesundheitlich,…) „nur“ noch in der „Reserve“ eingesetzt werden wollen.

Die Alarmierung aller Einsatzkräfte erfolgt bei der Feuerwehr Sinsheim Abt. Stadt über digitale Funkmeldeempfänger. 2 verschiedene Modelle sind im Umlauf ( Swissphone Hurricane voice und Swissphone Boss 925). Die digitale Alarmierung wird seit einigen Jahren mehr und mehr eingesetzt. In den neuen Bundesländern arbeitet sie zum Teil schon flächendeckend, ansonsten ist sie jedoch auf kreisweite Insellösungen beschränkt. Der Vorteil bei der digitalen Alarmierung: Schnelligkeit, Alarmierungs-Sicherheit und Kanal-Verfügbarkeit. Durch die Nutzung digitaler Alarmierungs-Codes können auch umfangreiche Alarmierungen in kürzester Zeit abgestrahlt werden. Bei der digitalen Alarmierung bewegen sich die Alarm-Aussendungen wie auf einer Autobahn: Mit hoher Geschwindigkeit und schnell hintereinander können viele Funkalarme abgestrahlt werden. Dagegen ist die analoge Alarmierung eher mit einer vielbefahrenen Bundesstraße zu vergleichen: Alarmschleifen, Alarmdurchsagen und der normale Sprechfunkverkehr müssen sich durch einen Funkkanal "quälen".

Montag, 27. März 2017

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