StLF 10-6

FahrzeugtypStaffellöschfahrzeug
FunkrufnameSNH 13/40
StandortWeiler
Besatzung1+5 (Staffel)
FahrgestellMAN TGL 8.180
AusbauRosenbauer
Baujahr2011
Motorleistung180 PS
Gesamtmasse7,49t
Abmessungen (LxBxH)aaaa x bbbb x cccc mm
BeladungNorm-Beladung StLF10-6 (ausgelegt für eine Löschgruppe)
Atemschutzgeräte: 2x Innenraum, 2x Geräteraum
Voll begehbares Dach
Schnellangriffs-Verteiler und Schnellangriff
Zusatz-Modul Strom & Beleuchtung
Zusatz-Modul Motorsäge
Drucklüfter
Rauchvorhang
Nebellöschsystem
Formhölzer
Dachstativ
Xenon-Scheinwerfer
Schachtabdeckungen
Glasmanagement
Löschdecke
Spineboard
und vieles mehr

Die Abkürzung StLF 10-6 steht für Staffellöschfahrzeug mit einer Pumpleistung von 1000 l/min bei 10 bar und einem integrierten Wassertankinhalt von mindestens 600 Liter. Die Staffelbesatzung (1/5) besteht aus 6 Feuerwehrleuten. Diese setzt sich aus einem Staffelführer (Gruppenführer), einem Maschinisten, einem Angriffstrupp (2 Personen) und einem Wassertrupp (2 Personen) zusammen. Die Beladung des StLF 10-6 ist für eine Löschgruppe ausgelegt.

Das  StLF 10-6 der Feuerwehr Weiler verfügt über weitere Zusatzausrüstung, welche die Normbeladung ergänzt. Das Fahrzeug verfügt über einen mobilen Rauchverschluss oder in Umgangssprache auch Rauchvorhang genannt. Er dient zur Prävention von Rauchschäden am restlichen, noch nicht verrauchten Wohngebäude. Er kommt z.B. bei Zimmerbränden zum Einsatz, wenn die Tür noch verschlossen und der Rest des Wohngebäudes noch rauchfrei ist. Bevor die Tür des Brandraumes geöffnet wird, wird dieser im Türrahmen in Stellung gebracht. So wird der Austritt und die Verbreitung des giftigen Rauches verhindert. Diese Methode bringt eine erhebliche Schadensreduzierung am Gebäude mit sich. Als weitere Zusatzausstattung gilt das Glasmanagement. Es kommt vorzugsmäßig bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen zum Einsatz. Mit den darin beinhalteten Gegenständen kann man sich über die Frontscheibe oder die Seitenscheiben Zugang zur eingeklemmten Person verschaffen. Desweiteren gibt es ein Nebellöschsystem. Dieses Löschsystem dient zur Prävention von Wasserschäden und Rauchschäden. Die Funktionsweise ist einfach. Wie im Beispiel des Rauchvorhanges gehen wir von einem klassischen Zimmerbrand aus, in der die Person, die den Raum verlassen hat, vorschriftsmäßig die Tür hinter sich oder unsinnigerweise vor sich geschlossen hat. Jetzt wird die Feuerlöschlanze durch die Tür geschlagen und mit Wasser von der Fahrzeugpumpe gespeist. Der Löscherfolg zeichnet sich aufgrund der feinsten Wasserzerstäubung binnen wenigen Sekunden ab. Bei dieser Löschvariante muss keine Tür geöffnet werden. Somit wird kein zusätzlicher Sauerstoff an das Feuer gebracht, ein Flash Over ist nahezu ausgeschlossen und Rauchgase werden kaum im weiteren Gebäude verteilt. Der Einsatzbereich ist groß. Es kann nicht nur bei Zimmerbränden eingesetzt werden, sondern auch bei Containerbränden oder ähnlich schwer oder gefährlich zugänglichen Objekten.